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organspende kritisch betrachtet

Organspende

Fragen über Fragen..


Mit der aktuellen Aufklärungskampagne "Organspende - Die Entscheidung zählt!" möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Sie umfangreich zur Organ- und Gewebespende informieren und zu einer Aus­einander­setzung mit dem Thema motivieren. Die Menschen sollen dazu angeregt werden, eine eigene Entscheidung für oder gegen die Organ- und Gewebespende zu Lebzeiten zu treffen. Das ist im Grunde eigentlich nicht schlecht! Allerdings gleicht die „Aufklärung“ mehr einer Werbecampagne und tendiert stark in Richtung Beeinflussung zum JA-Sagen. Ich möchte nicht sagen es wird gelogen, aber vieles wird einfach nicht richtig dargelegt. Es wird stark mit der Moralkeule geschwungen!

Laut Transplantationsgesetz soll die Bevölkerung umfassend aufgeklärt werden. Leider ist die Aufklärung über die Organspende, alles andere als vorbildlich. Ich bin jedoch der Meinung, das nur wer über alle Aspekte der Organspende informiert ist, sich auch in der Lage befindet, eine Entscheidung zu treffen, die sein Leben, und auch das seiner Angehörigen entscheidend beeinflussen kann. Ich möchte, das Sie sich ganz ohne Zwang umfassend über Organspende informieren, ich stelle Ihnen einige Fakten zur Verfügung, um sich eine eigene Meinung zu bilden, und eine für Sie akzeptable Entscheidung in Sachen Organspende zu treffen. Eine erste sehr gute Information lesen Sie HIER. Ein sehr guter Artikel der es genau auf den Punkt bringt!


 

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Der Spender..


Am Anfang jeder Organspende steht die Feststellung des Hirntodes, also der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Geamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“ (§ 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 TPG). Alles wichtige über den sogenannten Hirntod finden Sie HIER.

Die Rolle die dabei der Spender spielt ist Ihnen sicher bekannt, aber was Sie wirklich erwartet wenn Sie sich entscheiden einen Organspendeausweis auszufüllen, wissen Sie wahrscheinlich nicht wirklich. Viele Befragte bei Umfragen geben an Angst zu haben, anders behandelt zu werden als Patienten ohne Ausweis. Dass dem tatsächlich so ist, können Sie HIER und auch HIER lesen.


Der Empfänger..


Der Empänger einer Organspende hat bei erhalt des Organs meist schon einen langen Leidensweg hinter sich. Und dieser hört mit der Transplantation nicht unbedingt auf. Der Transplantierte der nachher Bäume ausreißen kann ist die viel zitierte Außnahme! Das enthusiastische Versprechen vom "neuen Leben" das der Empfänger dann nach langer Krankheit erlangen soll ist eine Farce, wie so vieles andere bei diesem Thema auch. Ein krankes Organ wird ersetzt und die gesunden werden durch die schweren Nebenwirkungen der nun ein lebenlang genommenen starken Medikamente krank. Folgetransplantationen anderer Organe sind keine Seltenheit! Und leider ist eine gelungene Transplantation auch heute noch, oft nur ein Zeitgewinn von ein paar Jahren.

Zu der Krankheit, kommt die Ungewissheit wann endlich ein Organ zu verfügung steht. Niemand weiß wann er ein Organ bekommt und ob alles mit rechten Dingen bei der Verteilung zugeht. Die Position auf der Warteliste legt Eurotransplant fest. Die Patienten selbst haben keine Chance, ihren Listenplatz zu erfahren. Auch nicht ihre Ärzte. So funktioniert das System. Von den meisten Ärzten offenbar akzeptiert, von der Politik ebenfalls. Nicht allerdings von vielen Juristen. So sagt Thomas Gutmann, Medizinrechtler, der Universität Münster: "Ich kenne keinen Kollegen in der deutschen rechtswissenschaftlichen Diskussion, außer denen, die in der Bundesärztekammer selbst Funktionen bekleiden, die das anders sehen würden, nämlich, dass das gegenwärtige System der Organverteilung verfassungswidrig ist."

Aus diesem Grund haben jetzt die Juraprofessoren Wolfram Höfling von der Universität Köln und Heinrich Lang von der Universität Greifswald eine Verfassungsbeschwerde gegen das Transplantationssystem eingereicht. Mehr


Die Entscheidung ist gefallen..


Wenn Sie sich umfassend informiert und eine Entscheidung getroffen haben, heißt es Vorsorge zu treffen, damit im Fall der Fälle, auch tatsächlich nur das passiert was Sie wollen! Sie sollten jetzt ihren persönlichen Willen ihren Angehörigen oder einer Person Ihres Vertrauens mitteilen, und auf jeden Fall schriftlich fixieren. Das ist sehr wichtig !!

Damit nehmen sie ihrer Familie die Verantwortung ab, im Fall der Fälle eine belastende Entscheidung treffen zu müssen. Sie können ihre Meinung trotzdem jederzeit revidieren. Welche Möglichkeiten Ihnen dazu zur Verfügung stehen, lesen Sie HIER

Falls Sie noch Fragen haben, darf ich Sie auf meine FAQ aufmerksam machen. Sie können mich selbstverständlich auch kontaktieren. Ich werde jede Anfrage möglichst schnell beantworten.


© 2017 Petra Augustin